Schottland - Rundreise

vom 27.8. bis 4.9.2011

ca. 1.425 Kilometer

1. Tag:

Der Tag hat sehr geruhsam begonnen, da der Abflug meiner Maschine von Düsseldorf nach Edinburgh erst um 11 Uhr 25 erfolgte. Gegen halb neun wurde ich vom Shuttle-Service abgeholt und bis fast zum Schalter der Lufthansa gebracht. Da ich bereits meinen Boarding Pass hatte, konnte ich sofort durchgehen zum Schalter und meinen Koffer abgeben.

Der Start erfolgte pünktlich, der Flug war ruhig, und nach knapp 2 Stunden erfolgte die Landung um 12 Uhr 05 Ortszeit auf dem Flughafen Edinburgh. Auschecken, Koffer in Empfang nehmen und durch den Zoll gehen ging recht schnell. An der Flughafeninfo hab ich dann eine Busfahrkarte gelöst.

  In Edinburgh gibt es eine Busverbindung vom Flughafen auf direktem Weg in die City, unterwegs gibt es nur einige wenige Haltestellen an Hotels. Die einfache Fahrt kostet 3 Pfund 50, ca. 4,20 EUR. Dafür hat der Bus spezielle Regale, um Koffer und Taschen sturzsicher abzustellen sowie eine exakte Angabe der Fahrtstrecke. Ich bin dann mit dem Bus bis zum Hotel „Hollyday Inn“, direkt am Zoo gelegen, gefahren.

Die Haltestelle ist direkt vor dem Hotel. Um an die Rezeption zu kommen, stand mir jedoch ein etwas beschwerlicher Weg bevor. Zunächst ging es eine kleine Anhöhe hinauf, dann noch eine Treppe (ca. 15 Stufen) bis zum Eingang. Innen dann wieder eine Treppe um auf die nächste Etage zu kommen, und alles ohne Aufzug und dafür aber mit Koffer. Nicht gerade empfehlenswert. Nachdem ich dann meinen Zimmerschlüssel erhalten und mein Zimmer bezogen hatte, war ich angenehm überrascht.

Das Zimmer war groß, es gab einen großen Fernseher, ein akzeptables Bad und einen wirklich sehr schönen Ausblick auf die Pentland Hills, ein Regionalpark, der ca. 11 Km südlich von Edinburgh beginnt und eine Fläche von ca. 10.000 ha hat.

Da es noch früher Nachmittag war, beschloss ich, in die City zu fahren, um mir einen ersten Eindruck von Edinburgh zu verschaffen. Vom Hotel aus fahren mehrere Buslinien in die City, die einfache Fahrt dieser "normalen" Busse kostet 1 Pfund 30, ca. 1,50 EUR. Das besondere an den Busfahrten ist, das man das Geld abgezählt in einen Trichter beim Busfahrer werfen muss, wenn es die richtige Summe ist, drückt der Fahrer einen Knopf und der Fahrschein wird an einem Automaten gedruckt, den man dann entnehmen kann. Wenn man zu viel einwirft, gibt es kein Wechselgeld zurück. Meine 1. Fahrt hat 2 Pfund gekostet. Naja, Lehrgeld halt. Es gibt noch eine Besonderheit bei den Bussen: Sie halten nur, wenn man es ausdrücklich wünscht, also wenn man aussteigen will, muss man natürlich den Knopf drück, wie bei uns auch. Aber wenn man will, dass ein Bus zum Einsteigen hält, reicht es nicht, dass man an der Haltestelle steht, man muss den Fahrer durch Winken auf sich aufmerksam machen. Tut man es nicht, kann es passieren, dass der Bus durchfährt.

Zurück zur Hauptstadt: Ausgestiegen bin ich an der Princes-Street, der Haupteinkaufsstraße von Edinburgh, sie liegt direkt unterhalb des Edinburgh-Castle, parallel zum Princes-Garden. Eine breite, vierspurige Straße, die von Zeit zu Zeit teilweise oder komplett gesperrt wird, je nachdem was es gerade für eine Veranstaltung in der Stadt gibt. Als ich ankam, war nur eine Hälfte für PKWs gesperrt, die Busse durften fahren.

Das Wochenende, an dem ich in Edinburgh ankam, war das letzte des sogenannten „Fringe-Festivals“.  Es findet jedes Jahr im August statt und ist ein Kulturfestival der ganz besonderen Art. Auf den Straßen finden Schauspieler, Straßenkünstler, Musiker und Tänzer gleichermaßen ihren Platz und ihre begeisterten Zuschauer.

Es gibt eine extra Seite mit Fotos von diesem Ereignis. Leider hab ich nur den einen Nachmittag etwas davon mitbekommen.

Alle paar Meter gibt es irgendeine Darbietung und es bildet sich sofort eine Menschentraube rund herum. Die meisten Darbietungen findet man auf der „Royal Mile“, die vom Castle bis hinunter zum „Holyrood Palace“ führt. Dazu werde ich später noch was zu sagen haben.

Ich hab an diesem Samstag den Weg über die Princes-Street, vorbei am Scott-Monument, bis hinauf zum Castle gewählt.

Das Scott-Monument ist ein ca. 60 Meter hoher Turm, zwischen Princes-Street und Princes-Garden in der Nähe des Bahnhofs Waverley gelegen. Das Monument, was an eine Rakete erinnert, besteht aus Sandstein, der im Laufe der Jahre die Verschmutzungen der Luft angenommen hat. In der Mitte steht eine Skulptur von Sir Walter Scott, einem schottischen Autor und Dichter, der u.a. Ivanhoe geschrieben hat.

Auf der Royal Mile angekommen, hab ich mich dann mitten ins Getümmel gestürzt und den vielen verschiedenen Darbietungen zugeschaut. Die Zeit verging wie im Fluge und da es am nächsten Tag schon früh weiter gehen sollte, fuhr ich in Hotel zurück. Ich hab dann noch etwas im Restaurant gegessen (und natürlich ein lecker Guinness getrunken) und mich dann auf mein Zimmer zurück gezogen.

2. Tag, Start der Rundreise:

Nach einem ausgiebigen (sehr britischem) Frühstück hat sich die Reisegruppe mit der Reiseleiterin um halb neun in der Hotellobby zusammengefunden. Nachdem das Gepäck verstaut war und jeder seinen Platz im Bus gefunden hatte, ging es gegen neun Uhr los. Zunächst stand eine Stadtrundfahrt in Edinburgh an, es ging vorbei am Rugby-Stadion natürlich über die Princes-Street zum Charlotte Square, Moray Place und zum „Palace of Holyrood House“.

In direkter Nähe befindet sich das Schottische Parlament, welches  in einem futuristisch anmutenden Gebäude untergebracht.

Weiter ging es dann zum Edinburgh Castle

Hier hatten wir einige Stunden zur alleinigen Verfügung. Die Besichtigung des gesamten Castles hat aber auch fast die gesamte Zeit in Anspruch genommen. Man hat von dort oben einen wundervollen Blick über Edinburgh, bis hin zum Hafen und zum "Firth of Forth, einem Meeresarm an der Ostküste und gleichzeitig die Mündung des Flusses Forth in die Nordsee.

In unmittelbarer Nähe habe ich dann noch eine Tartan-Weberei besichtigt. Hier kann man beim Weben der bekannten Tartan-Stoffe zuschauen und natürlich auch div. Dinge aus diesem Stoff kaufen. Vornehmlich natürlich die Schottenröcke, den Kilt. Im Übrigen gibt es ca. 3.500 verschiedene Tartan-Muster, die häufig repräsentativ für die Zugehörigkeit zu einem Schottischen Clan genutzt werden.

Am Nachmittag ging es dann weiter nach Glasgow. Als erstes haben wir die St. Mungo's Cathedral besucht. Sie wird auch "High Kirk of Glasgow" genannt und gehört zur reformierten Church of Scotland. Die Kathedrale geht auf den Glasgower Schutzpatron St. Mungo, dessen Grab Teil der Kirche ist, zurück.

 

 

 

Auf dem Weg zum Hotel kamen wir dann noch an einem Uhrenturm vorbei, der der Rest eines ehemaligen Rathauses ist.

Danach besuchten wir einen sehr schönen Terrakottabrunnen, er ist der größte Terrakotta-Brunnen der Welt ist, sein Name: Doulton Fountain. Direkt dahinter liegt die Parkanlage „Glasgow Green“, der älteste Park der Stadt, er stammt bereits aus dem 15. Jahrhundert.

Eine weitere Stadtrundfahrt war leider nicht möglich, da die gesamte Innenstadt wegen Filmaufnahmen gesperrt war. Schade. Übernachtet haben wir dann im Pond-Hotel.

3. Tag,

Nach dem Frühstück ging es auf der A82 von Glasgow in Richtung Norden in den Ort Luss am Loch Lomond. Der See ist Schottland´s größter und schönster See und liegt im Nationalpark Loch Lomond and the Trossachs.

Der kleine Ort Luss hat keine Sehenswürdigkeiten, es ist nur ein sehr hübscher, malerischer Ort mit sehr gepflegten Häusern und Gärten.

Von Luss aus ging es

dann weiter durch den

Argyll Forest Park mit

seinen sanften Hügeln zum

Inveraray Castle. Dieser Park

umfasst den westlichen Teil

des Loch-Lomond-and-the-

Trossachs-Nationalpark.

Das Schloß in der Ortschaft Inveraray am Loch Fyne ist Stammsitz der Dukes of Argyll, einem Zweig des Campbell-Clans. Man kann es besichtigen, und außerdem ist es von einem großen, symmetrisch angelegten Park umgeben, den man auf keinen Fall links liegen lassen sollte. Ich bin zwei Stunden darin herumgewandert; Er ist wirklich wunderschön angelegt mit vielen Blumen und Pflanzen.

 

Vom Schloss aus fuhren wir

dann in den benachbarten Ort

Inveraray, um dort die

Mittagspause zu verbringen.

 

Und auch dort, wie an so vielen

Sehenswürdigkeiten hat uns

auf dem Parkplatz ein

Dudelsackspieler erwartet.

 

Nach einem kleinen Rundgang durch dieses kleine Städtchen mit einem sehenswerten Gefängnis hab ich mich dann in einer kleinen Bäckerei vor die Türe gesetzt (es war sehr sonnig und warm an diesem Tag) und habe Kaffee und leckeres Schottisches Gebäck zu mir genommen.

Auf dem Weg zum Hochmoor passierten wir dann das Kilchurn Castle, ein verfallener Herrensitz aus dem 15. Jahrhundert am Nordostufer von Loch Awe. Einst war es der Sitz der Breadalbanes aus dem Campbell-Clan und wurde ca. 1450 durch Colin Campbell, den ersten Lord von Glenorchy als ein fünfstöckiger Wohnturm erbaut.

 Weiter ging es dann durch das Tal Clen Coe in den Highlands. Charles Dickens hat es einst als „Begräbnisstätte der Riesen“ bezeichnet. Und wer einmal dieses Tal gesehen und durchfahren hat weiß, dass es tatsächlich danach aussieht.

Unser heutiges Tagesziel hieß Fort William. Die größte Stadt der westlichen Highlands liegt direkt am Loch Linnhe. In unmittelbarer Nähe der Stadt liegt der Ben Nevis, mit 1.344 Meter Großbritanniens höchster Berg. Der Berg ist leider sehr häufig in Nebel gehüllt, so auch als wir in Fort William waren. Leider.

 

Übernachtet wurde im Hotel Alexandra.

4. Tag,

Gegen halb neun fuhren wir ab in Richtung innere Hybriden, wo wir mit einer Fähre auf die Isle of Skye übersetzen wollten.

Auf der Fahrt dorthin passierten wir zunächst den Caledonian Canal, auch Neptuns Treppe genannt, welcher die Ost- und Westküste miteinander verbindet.

 

Den ersten Zwischenstopp haben wir am Glenfinnan Monument am Ufer des Loch Shiel eingelegt.

Es liegt an der Stelle, an dem im Jahr 1745 die Standarte von Prinz Charles Edward Stuart zu Beginn der zweiten Jakobiterrevolte gehisst wurde. Der Prinz soll hierhergekommen sein, um mit Hilfe der Clans der MacDonalds, Camerons und Macdonnells seinen Anspruch auf den Thron im Namen seines Vaters James Francis Edward Stuart geltend zu machen.

Anschließend fuhren wir nach Mallaig, einem kleinen Dorf an der Westküste, um von dort mit der Fähre zur Isle of Skye (der größten Insel der Inneren Hybriden) überzusetzen.

Die Fahrt dauerte ca. eine ¾ Stunde. Da es mal wieder ein sonniger Tag war,  war es eine sehr schöne Überfahrt. Ich hab die ganze Zeit auf dem Oberdeck in der Sonne gesessen und die wunderschöne Landschaft genossen.

Auf der Insel angekommen,

machten wir zunächst eine kleine Inselrundfahrt............

....... um dann in der Inselhauptstadt Portree die Mittagspause zu verbringen, eine sehr hübsche Stadt mit einem idyllischen Hafen. Vom Stadtzentrum aus (wo wir den Bus verlassen haben) hab ich mich dann erst einmal auf den Weg hinunter zum Hafen gemacht. Hinunter deshalb, weil Portree an dem Pyramidenförmigen Berg Ben Tianavaig liegt.

Im Hafen gibt es eine Vielzahl von kleinen Hafenkneipen, Pubs und Restaurants, in denen Hauptsächlich das berühmte Fish and Chips angeboten wird. Wenn man sein Essen auf der gemütlichen Hafenmole einnehmen will, was die meisten tun, muss man damit rechnen, von den vielen, vielen Möwen überfallen zu werden. Die wollen immer an den Leckereien teilhaben.

Im Anschluss an diesen Stopp haben wir die Insel auf einer anderen Route wieder verlassen, und zwar über die Skye Bridge. Die ca. 500 Meter lange Brücke über den Loch Alsh verbindet die Highlands mit der Insel und ist Teil der A87.

Auf dem Rückweg ins Hotel, wir haben eine 2. Nacht in Fort William verbracht, gab es noch einen Fotostopp an der Burg Eilean Donan Castle. Sie soll die schönste Burg Schottlands sein und ist bekannt aus vielen Filmen, so z.B. der Highlander, Braveheart oder Rob Roy. Auch in dem James-Bond-Film „Die Welt ist nicht genug“ gibt es einige Szenen, die auf dieser Burg gesreht wurden.

 In der Tat ist sie schon von weiten zu erkennen und wunderschön anzusehen. Sie kann besichtigt werden, es gibt im Inneren ein Museum welches sich mit dem mittelalterlichen Leben beschäftigt.

Wir hatten jedoch leider keine Zeit mehr dafür, und so fuhren wir dann nach einer viel zu kurzen Pause weiter nach Fort William.

5. Tag,

Am Morgen gegen 9 Uhr verließen wir Fort William, um zunächst am Caledonien Canal bei Fort Augustus einen ersten Stopp einzulegen. Der Kanal, der eine Länge von 97 Kilometer hat und aus insgesamt 29 Schleusen besteht, gleicht den Höhenunterschied zwischen der Ost- und Westküste aus. Im Osten beginnt er in Inverness und endet im Westen bei Fort William. Fast die Hälfte des Canals besteht aus Loch Ness.

 Bei Fort Augustus ist die Nutzung der Schleusen, hier sind es insgesamt 5 Stück, eine richtige Touristenattraktion, weil die Boote von Hand durch die Schleusen gezogen werden müssen. Da die Schleusen nur einmal am Tag betrieben werden, sammeln sich immer sehr viele Boote an und es dauert eine ganze Weile bis alle Boote nach und nach die Schleusen passiert haben.

       Blick vom Caledonian Canal auf den Loch Ness   

 

Nicht weit davon entfernt steht die Burgruine Urquhart Castle, direkt am Loch Ness. Die um 1230 erbaute Burg zählte zu den größten Schottlands und war zeitweise in der Hand der Engländer, viel dann aber wieder in die Hände des Schottischen Königs Robert the Bruce. Seit Ende des 17. Jahrhundert stand die Burg jedoch leer und war dem Verfall überlassen, bis sie Anfang des letzten Jahrhunderts von einem Privatier erworben wurde. Heute gehört sie Historic Scotland.

 

 

Eine außergewöhnliche

Besonderheit auf der Burg ist,

das die Hinweisschilder nicht

nur in der normalen Schrift,

sondern auch in Blindenschrift

angebracht sind.

Unterhalb der Burg ist eine Anlegestelle, von dort aus haben wir eine Bootsfahrt unternommen, die nach ca. 1 Stunde in Lochend zu Ende ging.

Und dort erwartete uns auch endlich Nessie:    

Es ging dann weiter nach Inverness, wo wir die Mittagspause verbrachten. Inverness ist die Hauptstadt des schottischen Verwaltungsbezirks Highlands und sehr geschichtsträchtig. So hat z.B. auf der Burg von Inverness im 11. Jahrhundert Macbeth regiert. Außerdem beginnt hier der Caledonian Canal.

Ich hab einen schönen, langen Spaziergang entlang des Kanals gemacht, auf der einen Seite hin, Brücke überquert und auf der anderen Seite wieder zurück, hinein in die sehr schöne Fußgängerzone mit ihren Geschäften und Pubs.

 Nach einem ausgiebigen Mittagessen in einem der Pubs musste ich mich dann schon wieder auf den Rückweg zum Bus machen. Schade, denn es ist wirklich eine schöne Kleinstadt.

 

Vom Bus aus noch schnell ein letzter Blick auf die Statue von Flora MacDonald, die berühmt wurde, weil sie Bonnie Prince Charlie nach dessen Niederlage in der Schlacht von Culloden zur Flucht verhalf. Die Statue steht vor dem Schloss hoch über Inverness.

Zum Abschluss an diesem Tag besuchten wir dann noch die Gedenkstätte Culloden Battlefield, nur wenige Kilometer südlich von Inverness. Auf diesem Schlachtfeld unterlag Bonnie Prince Charlie im Jahr 1746 in einer nur eine Stunde andauernden Schlacht den Engländern. Der Weg vom Parkplatz zum Visitor Centre, der „Culloden Stone Walkway“, listet alle Namen der bei dieser Schlacht gefallenen Clans auf. Es ist sehr bedrückend, über diesen Weg zu gehen, in dem Bewusstsein, dass hier viele Menschen im Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit ihr Leben ließen.

Im Center ist eine Ausstellung mit umfangreichen Erläuterungen über die Schlacht untergebracht. Auf dem Außen Gelände ist das eigentliche Schlachtfeld und die Kampflinien der Truppen mit Fahnen markiert.

 Am Rande des Schlachtfeldes steht das kleine Leanach Cottage wie vor über 250 Jahren, mehrfach restauriert, in tadellosem Zustand. Zu aller Freude entdeckten wir dann neben dem Parkplatz eine Weide mit den wunderbaren Hochlandrindern.

Nachdem wir das Fotoshooting abgeschlossen hatten fuhren wir, nach einer guten Stunde Aufenthalt, auf der A9 und A95 nach Süden in den Ort Spey am Rande des Glenmore Forest Park ins Craiglynne Hotel.

6. Tag,

Nach dem Frühstück fuhren wir um neun Uhr in den Wintersportort Aviemore, um dort mit einem traditionellen Dampfzug eine nostalgische Fahrt in die Vergangenheit zu unternehmen. Passend zum Dampfzug hat schon die Bahnstation etwas Altertümliches.

Auf einer ca. 10 Kilometer langen Strecke fährt eine Dampflok und Waggons aus den 50er und 60er Jahren mir einer Zwischenstation in Boat of Garten. Die imposante Lok ist für jeden Eisenbahnfan ein echter Leckerbissen.

Während der Fahrt, die übrigens in Glenbogle endete, wurde Kaffee serviert. In Glenbogle wurden wir dann wieder von unserem Busfahrer in Empfang genommen und die Fahrt (mit dem Bus) ging weiter durchs Hochmoor und das Cairngorm Gebirge zum Cawdor Castle.

Dieses Castle ist umgeben von einer wundervollen Parkanlage. Das Schloss kann besichtigt werden, ich hab es jedoch vorgezogen, die Parkanlage zu besichtigen, zumal auch das Wetter wieder einmal herrlich warm und sonnig war. Die Mittagpause wurde hier verbracht (wir hatten zuvor die Möglichkeit uns einen kleinen Imbiss zu kaufen). Ich hab meinen auf einer Bank in der Sonne sitzend zu mir genommen.

Am Nachmittag besuchten wir dann einen Schafzüchter, der uns in einer interessanten Vorführung zeigte, wie er seine Hütehunde, die Border Collie´s, mit Rufen und Pfeifen dazu bringt, die Schafe von einer Ecke in die andere Ecke zu führen. Außerdem wurde uns noch gezeigt, wie so ein Schaf geschoren wird. Alles in allem ein sehr interessanter und lustiger Nachmittag, da wir am Schluss der Vorführung den Jungtieren (Lämmern und Kälbern) die Aufzuchtflasche geben durften. Dabei durften auch die Welpen der Hütehunde, insgesamt 10 oder 15 dieser Rasselbande, nicht fehlen.

 Danach ging es dann wieder zurück nach Spey, wo wir dann eine zweite Nacht im Hotel Craiglynne Hotel verbrachten. 

7. und letzter Tag der Rundreise

Heute war Rückfahrt nach Edinburgh angesagt. Es ging zunächst durch den Cairngorms Nationalpark, der größte Nationalpark des Vereinigten Königreich Großbritanniens. In diesem Nationalpark findet man heidebewachsene Berge, Seen, Moore und grüne Wälder. Der höchste Berg ist der Ben Macdhui mit 1.310 Meter. Mitten im Park befindet sich ein sehr beliebtes Skigebiet. Im Südosten Liegt der Ort Braemar, in dessen Nähe alljährlich die Highland-Games in Anwesenheit der königlichen Familie stattfinden. Auch das Balmoral-Castle am River Dee liegt in der Nähe, das als Sommerresidenz von Elisabeth II. genutzt wird. Dieses Schloss liegt versteckt in einem Park, der streng bewacht wird, daher ist es leider auch von der Straße oder sonst irgendwo im Umkreis zu sehen.

Die Mittagspause verbrachten wir dann in dem wunderschönen Touristenort Pitlochry. Bekannt und beliebt bei Wanderern zu Fuß und per Rad sowie bei Anglern, Pitlochry verfügt über eine ansehnliche Lachstreppe und umfangreiche Wanderwege.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Ort und einem kleinen Imbiss ging es dann weiter Richtung Osten in Schottlands kleinste Whisky-Distellerie: „The Edradour“. Dort haben wir dann zunächst einen Film über die Entstehung der Brennerei und die Geschichte des Whiskys gesehen, im Anschluss gab es dann noch eine Kostprobe vom allerfeinsten Single-Malt-Whisky. Diese Whiskysorte heißt so, weil der Whisky zwei Bedingungen erfüllen muss: Es darf kein Verschnitt sein, d.h. der Whisky darf nur aus dieser einen Brennerei stammen und zum anderen darf ausschließlich Getreide aus gemälzter Gerste (Malt) verwendet werden. Die Bezeichnung Single-Malt ist ein Prädikat und die so bezeichneten Whiskys sind besonders hochwertig. Der uns zum Probieren vorgestellten Singel-Malt war echt lecker.

Danach haben wir dann die Brennerei besichtigt, die Führung hat einer von mehreren Fremdenführern übernommen, die extra dafür dort angestellt sind. Es kommen jedes Jahr ca. 100.000 Besucher um die Brennerei zu besichtigen, da braucht man dann schon speziell geschultes Personal. Die Führung war sehr ausführlich und interessant, wir haben viel über Whisky, die verschiedenen Herstellungsarten und Whisky-Sorten erfahren.

  Bei einem Besuch im angrenzenden Shop konnte dann Whisky gekauft werden. Dort gab es eine Unmenge von verschiedenen Sorten in allen Preisklassen, ich denke der teuerste lag bei 159,- britischen Pfund, ca. 180 Euro,  zumindest hab ich keinen teureren entdecken können.

Von dort ging es dann weiter auf direktem Weg nach Edinburgh. Unterwegs kamen wir dann jedoch noch an der bekannten Forth Bridge, eine Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth, vorbei. Wir befuhren die parallel verlaufenden Forth Road Bridge, dadurch hatten wir einen guten Blick auf die Eisenbahnbrücke. Beide Brücken sind 2,5, Kilometer lang und verbinden Edinburgh mit der Halbinsel Fife. 

Wir kamen am späten Nachmittag wieder im Hotel Hollyday Inn an und nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, machte ich noch einen kleinen Ausflug in die City, natürlich mit dem Bus. Bei einem Spaziergang über die Princes-Street hab ich dann nochmal die vergangenen wunderschönen Tage Revue passieren lassen und mir Gedanken über den nächsten Tag gemacht. Da ich eine Verlängerungsnacht gebucht hatte, musste ich nicht bereits am Samstag, sondern erst am Sonntag wieder nach Hause fliegen. Somit hatte ich noch einmal ausgiebig Zeit, mir Edinburgh anzuschauen. Zurück im Hotel hab ich dann etwas zu Abend gegessen, noch ein oder zwei Pint leckeres Guinnes getrunken und damit war der Abend auch schon zu Ende.

8. Tag

Nach dem Frühstück, bei dem ich noch einige der Reiseteilnehmer wiedergetroffen habe, fuhr ich dann wieder mit dem Bus in die Stadt, bin aber diesmal bis Waverlay Station gefahren, der Hauptbahnhof im Zentrum von Edinburgh. Er liegt zwischen Old Town und New Town parallel zur Princes-Street. Von dort aus bin ich über die North Bridge hoch zur Royal Mile gegangen.

Diese ging ich dann komplett hinunter bis zum Holyrood Palace, auch Palace of Holyrood House genannt. Der Palast ist die offizielle Residenz des britischen Königshauses in Schottland. Im September 2010 wurde hier Papst Benedikt XVI von Königin Elisabeth und dem Duke of Edinburgh empfangen. Es war der erste Besuch des Kirchenoberhauptes seit der Kirchenspaltung im 16.Jahrhundert. Dieses Treffen fand in Schottland statt, weil die Queen hier nicht das Oberhaupt der englischen Kirche ist.

    

Gegenüber dem Palast liegt das moderne Gebäude des Schottischen Parlamentes, welches 2004 durch Queen Elisabeth II. eröffnet wurde. 

Vom Palast aus lief ich dann über die Carlton Road unterhalb des Carlton Hill, einem Hügel inmitten der Stadt, und überquerte Waterloo Place. Weiter gings dann über die Leith Street und York Place zur Dublin Street. Von dort dann wieder ein kleines Stück über Princes-Street, vorbei am Scott Monument und dann rechts rein in die Hannover Street. Dann nur noch eine kleines Stück bis zum Hard Rock Cafe Edinburgh.

  Hier hab ich dann natürlich erst mal eingekauft. Nach einem sehr netten Plausch mit dem Verkäufer und vollen Taschen ging ich über Queen Street und Charlotte Square zurück zur Bushaltestelle in der Queensferry Street.

Zurück gings mit dem Bus ins Hotel.

 

9. Tag / Abreisetag

Heute sollte es zurück nach Hause gehen. Der Ablug sollte um 14 Uhr 15 erfolgen, und so konnte ich ausschlafen, in Ruhe meinen Koffer packen und ausgiebig Frühstücken. Nach dem Frühstück bin ich wieder mit dem Flughafenbus natürlich zum Flughafen gefahren. Dort noch ein bischen herumschlendern und Mittagessen und pünktlich um viertel nach zwei startete der Flieger Richtung Düsseldorf.

Ein schöner und Erlebnisreicher Urlaub ging zu Ende. Und ich hab mir fest vorgenommen, zum Fringe-Festival noch einmal nach Edinburgh zu kommen.

 

Und jetzt folgen noch ein paar Foto`s

(zum vergrößern einfach anklicken):

zunächst vom Fringe-Festival....

....von unterwegs....

....und hier ein paar Blumen und Tiere....

 

 

 

 

 

 


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